Ein Kommentar zu Ulrike Guérots Rede im Corona-Untersuchungsausschuss des Hessischen Landtags
Beteiligung, Nähe zur Bevölkerung, Transparenz, Bekenntnis zu Vielfalt sind Werte die von Politikern gern zur Schau gestellt werden und Programm vieler Parteien sind. Natürlich hat all das auch seine Grenzen. Transparenz ja, aber nur um die schönen Seiten zu zeigen, Aufdeckung von Verstrickungen nein, Vielfalt und Buntheit ja, aber nur mit den richtigen Farben, Beteiligung ja, aber nicht bei konzeptionellen Fragen.
Wer nicht ins Bild passt, wird als Rechts tituliert, womit in vielen Köpfen das Bild eines primitiven groben Pöbels entsteht.
Nun hielt die Politikwissenschaftlerin Ulrike Guérot vor dem Corona-Untersuchungsausschuss des Hessischen Landtags folgende Rede:
Entgegen der sonst üblichen Praxis wurde sie weder aufgezeichnet noch per Livestream veröffentlicht. Warum könnte man fragen.
Passt die feine differenzierte Sprache nicht in das Bild eines groben Pöbels?
Bringt sie die Verlogenheit der Coronazeit und der im gleichen Duktus weiterarbeitenden Politik zu treffend auf den Punkt?
Ist es manch einer der benannten Personen peinlich zu den aktiven Tätern gehört zu haben? Letzteres wäre ja noch irgendwie eine positiv zu nennende menschliche Regung.