Goldschmied Fabian

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Christoff Lehmann nach Texten von Larry Hannigan, Zeichnungen von Ralf Alex Fichtner

Ralf Alex Fichtner-Goldschmied Fabian

Im Vorspann dieses Films ist folgedner Satz zu lesen:

Der folgende Film zeigt die tatsächliche Entwicklung unseres Geldes – sowie den Fehler im Geldsystem.

Schrittweise wird erzählt, in welchen Schritten nach gängiger Lehrmeinung Geld, als Vereinfachung des Tauschhandels, entstanden sein soll, wie sich das Edelmetall- zu Fiatgeld weiterentwickelte, welche Vorteile es brachte aber auch welche Folgen es für die menschliche Gesellschaft und Ökonomie hat. Es wir klar, dass die Grundregel zinsbasierten Geldes:

Gib mir die Welt plus 5 Prozent.

zwangsläufig zu Abhängigkeit, Ungleichverteilung des gesellschaftlichen Reichtums und damit zu wirtschaftlichen und politischen Verwerfungen, einschließlich Kriegen führen muss.

Leider fehlt diesem Film ein wichtiger Aspekt zum Thema Geld. Wie Gunnar Heinsohn in seinen Schriften herausgearbeitet hat, kam Geld nicht als Tauschmittel zur Vereinfachung von Tausch in die Welt, sondern als Verpfändungsurkunde nach Schaffung von Privateigentum. Und so kommt es bis heute in die Welt – durch Kredit. Der Fakt jedoch, dass durch Zins die Kreditrückzahlungen immer höher sind als die Beträge verliehenen Geldes bleibt richtig und ein Problem aller Volkswirtschaften mit Geld.1

Trotz der historisch und wirtschaftswissenschaftlich inkorrekten, wenn auch allgemein anerkannten, Darstellung über den Ursprung des Geldes ist die Problemlage richtig dargestellt.

Der Inhalt wird illustriert von den bestechend schönen Zeichnungen Ralf Alex Fichtners, einem wichtigen Karikaturisten des Eulenspiegel, dem wichtigsten Satireblatt der DDR.

In Summe ist es ein sehr sehenswerter Film, sehr emotional, schön anzusehen, verständlich gesprochen und mit der Eingangslosung „Gib mir die Welt plus 5 Prozent“ absolut richtig in der Problemdarstellung.

Aber sehen Sie selbst: zum Film


  1. Heinsohn, Gunnar und Steiger, Otto: Privateigentum, Zins und Geld – Ungelöste Rätsel der Wirtschaftswissenschaft. Metropolis Verlag. 2018 ↩︎